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Thriller

Charlotte Link, Die Betrogene, Blanvalet-Verlag

Krimi am Rande des Abgrunds. Kate Linvilles geliebter Vater, ein pensionierter Polizist, wurde brutal ermordet. Die erfolglose FBI-Agentin macht sich auf Spurensuche und kommt dabei immer wieder ihren offiziell ermittelnden Kollegen in die Quere. Als Kate von der einstigen Liebesaffäre ihres Vaters erfährt, ändert sich ihr Bild von ihm. Parallel dazu gerät eine Familie in einem abgelegenen Landhaus in den Fokus eines Verbrechers. - Sehr geschickt verwebt die Autorin alle Fäden miteinander, hält die Spannung bis zuletzt. Die Figuren mit ihren Sorgen und Nöten, die fast am Leben zerbrechen und schließlich doch einen Weg finden, wirken greifbar und lebensnah. Ein weiterer sehr gelungener Link-Krimi. (Tina Schröder - borromedien.de) 
 
 
 

Mechtild Borrmann, Die andere Hälfte der Hoffnung, Droemer Knaur-Verlag

Wie Wünsche und Hoffnungen in der Ukraine ausgenutzt werden zeigt dieser Krimi, der in eine tragische Familiengeschichte eingebettet ist. Vier Charaktere bestimmen den Verlauf des Buches: Walentyna wohnt in der verbotenen Zone um Tschernobyl und erzählt für ihre Tochter, die sich in Deutschland aufhält, die Geschichte ihrer Mutter und wie diese auf ihre eigene einwirkt; Leonid ist Beamter in der ukrainischen Miliz und stolpert über die Unzulänglichkeiten seiner Vorgesetzten in einen Fall, der Menschenhandel und Prostitution geschützt von den höchsten Kreisen offenbart. Dann gibt es noch Tanja, die von Matthias Lessmann in Sicherheit gebracht wird und als Illegale in Deutschland weiter nach ihrer Freundin Marina sucht, mit der sie die Ukraine verlassen hatte. - Das Buch erlangt nicht nur durch seine Handlungsorte in Ukraine, Deutschland, niederländischer Grenze besondere Aktualität, sondern bietet auch Einblick in die Geschichte. Das Unglück von Tschernobyl wird schonungslos, aber ohne jede Effekthascherei erzählt, Verknüpfungen zu Vergangenheit und Gegenwart ebenso hergestellt. Viele Teile des Buches sind, wie auch der Klappentext nahe legt, eher Familiengeschichte, doch ist diese eingewebt in einen spannenden Kriminalfall, dem es an nichts mangelt. (Antonia Mentel - borromedien.de)

Sebastian Fitzek, Passagier 23, Droemer Knaur-Verlag

Was geschah tatsächlich auf der Kreuzfahrt vor fünf Jahren, als der Polizeipsychologe Martin Schwartz seine Frau und seinen Sohn verlor? Niemand kann ihm genau sagen, wie die Familie von Martin Schwartz ums Leben kam. Offiziell gehören sie zu den etwa zwei Dutzend Personen, die weltweit Jahr für Jahr spurlos von Kreuzfahrtschiffen verschwinden - in der Regel geht man von Selbstmord aus. Daran konnte Schwartz nie glauben, und nun wird er von einer alten Dame kontaktiert. Sie ist sozusagen "Dauerpassagier" auf jenem Schiff und hat von seltsamen Vorkommnissen zu berichten. Schwartz, der eigentlich nie wieder einen Fuß auf ein Schiff setzen wollte, geht an Bord und kommt einem Verbrecherring auf die Spur. - Seit Jahren gilt der Autor als Garant für packende Thriller. Auch hier legt er einen wendungsreichen Titel vor, der zum Glück mit weniger Gewalt auskommt als so einige seiner Vorgänger. Nicht nur für Fitzek-Fans zu empfehlen. (Thomas Oberholthausen - borromedien.de)