Menü
Sachbücher

Cecilia Vikbladh, Das Flexitarier-Kochbuch, Thorbecke-Verlag

Rezepte, die der Vielfalt an Gemüse einen großen Auftritt bieten - mit etwas Fleisch oder Fisch hier und da als 'Salz der Suppe'. Ich habe drauf gewartet! Es musste irgendwann ein Wort dafür geben - und hier ist es: Veggivore. Zu Deutsch 'Flexitarier' oder in langweilig 'Teilzeitvegetarier'. Der klassische 'Am-liebsten-vegetarisch-aber-gerne-ein-bisschen-Fisch-und-Geflügel-und-vielleicht-ein-bisschen-Bio-Fleisch-oder-Wild'-Mensch. Und wenn es sich bei dem vorliegenden Buch nicht wirklich um eine tolle, mit außergewöhnlichen und sehr leckeren Rezepten gespickte Sache handeln würde, würde ich mich durchaus noch etwas mehr mit der Essergruppenphilosophie beschäftigen und vielleicht echauffieren - aber so müssen wirklich die Rezepte im Vordergrund stehen. Etwa solche Köstlichkeiten wie Rote-Bete-Risotto mit gepökeltem Dorsch und Dillblütencreme oder Shakshuka oder Topinambursuppe mit Jakobsmuscheln und Vanille oder oder. Alle Rezepte sind mit überschaubaren und besorgbaren Zutaten versehen und auch für Anfänger gut nachzubereiten. (Jutta Weber - borromedien.de)

Christoph M- Bamberger, Die 50 besten Vergesslichkeits-Killer, Trias-Verlag

50 kurze Vorschläge zur Verbesserung und zum Training des Gedächtnisses. "Jenseits der 40 wird bei den meisten eine Schwelle erreicht, wo sich dieses abnehmende Erinnerungsvermögen auch im Alltag bemerkbar macht." Das ist normal und hat nichts mit Demenz zu tun. Aber es gilt auch: "Das Gehirn ist das am langsamsten alternde Organ unseres Körpers." Vorausgesetzt, man trainiert es regelmäßig. Dazu hat der Autor, der Arzt und u.a. in der Prävention tätig ist, 50 sehr verschiedene Vorschläge zur Verbesserung und zum Training des Gedächtnisses zusammengetragen. Möglich ist z. B. die Konzentration nur auf eine Sache, das Zulassen von Emotionen, das Merken von Namen, Zahlen oder Witzen, die Übung von Kreuzworträtseln, Sudoku, Memory und anderen Spielen, Gespräche, die Einladung von Gästen, Lesen, Urlaub machen, neue Wege erkunden, Stressverminderung, Ginkgo, Ginseng, richtige Ernährung (das Gehirn mag z.B. Zucker, Schokolade, Nüsse, Vitamin B, Kaffee, Blaubeeren, Omega-3-Fettsäuren) und die Regulation eines zu hohen Blutdrucks. Die Vorschläge in diesem schmalen Buch sind zwangsweise sehr kurz gehalten, aber als Impulsgeber durchaus brauchbar. (Michael Mücke - borromedien.de)

Danah Boyd, Es ist kompliziert, Redline-Verlag

Plädoyer für mehr Verständnis gegenüber den Jugendlichen, die soziale Netzwerke nutzen. Für die meisten Jugendlichen sind Online-Plattformen wie Facebook, Twitter oder YouTube seit Jahren völlig normale Bestandteile des Alltags, häufig aber zum Missfallen von Eltern, Lehrern und Politikern. Um hier Vorbehalte abzubauen und besser zu informieren, hat die amerikanische Microsoft-Forscherin und Universitäts-Dozentin dieses Buch erarbeitet, dessen Grundlage zahlreiche Interviews mit Jugendlichen sind. Dabei zeigt sich, dass die Jugendlichen die sozialen Netzwerke nutzen, um mit Freunden und Gleichgesinnten auf Blogs zu kommunizieren, sich zu informieren, Filme zu drehen und dann einzustellen, während problematische Nutzungen eher selten vorkommen. Jugendliche sind heutzutage vielfach durch Schule, Sport, Musik usw. in ein so enges zeitliches Korsett eingespannt, dass sie kaum Zeit haben, sich mit Freunden zu treffen. Die Autorin arbeitet dabei deutlich die modernen Verhaltensunterschiede zwischen Jugendlichen und Erwachsenen heraus und plädiert eindringlich dafür, die sozialen Netzwerke nicht zu verteufeln, sondern sich besser zu informieren, damit Vor- und Nachteile offen diskutiert werden können. Natürlich geht sie dabei auch auf die fehlende Privatsphäre, Internetsucht, Cybermobbing, sexuelle Probleme und die Ungleichheit in der Nutzungsfrequenz ein, die abhängig von der sozialen Schicht ist. "Es ist kompliziert", wie der Titel sagt, aber für viele Jugendliche sind soziale Netzwerke der Weg, sich in der Welt zurechtzufinden. (Michael Mücke - borromedien.de)

Hans-Otto Thomashoff, Ich suchte das Glück und fand die Zufriedenheit, Ariston-Verlag

Während Glück in der Regel etwas Kurzzeitiges ist, führt Zufriedenheit zu längerfristiger Erfüllung und einem längeren Leben. Der Wiener Psychiater, Psychoanalytiker und Psychotherapeut H. Thomashoff zeigt in diesem Buch nicht nur den fundamentalen Unterschied zwischen Glück und Zufriedenheit auf, sondern führt den Leser auf einen Weg, der direkt lebensverlängernd wirkt. Während Glück in der Regel etwas Kurzzeitiges ist und man ständig einen neuen Kick benötigt, um es zu behalten, ist Zufriedenheit etwas Beständigeres, wenn man gelernt hat, sie zu erreichen. Grundlage ist eine vertrauensvolle Eltern-Kind Beziehung, doch auch die "Spiegelzellen" können einen großen Einfluss ausüben, d. h. das Beobachten des Anderen und dessen Einfluss. Wenn ich beispielsweise teile, werden Nehmer und Geber zufriedener. Das gilt auch für alle sozialen Aktivitäten. Letztlich aber gilt für alle: "Lieben Sie so oft, so gut, so intensiv es geht. Dann leben Sie gesund, lange und zufrieden. Bis zuletzt. Mehr noch: Erst dann leben Sie!" Das sind die letzten Sätze dieses psychologischen Ratgebers, der die Erkenntnisse von Psychologie, Psychoanalyse und Neurologie berücksichtigt und dazu viele Beispiele und Anekdoten aus der Praxis und Wissenschaft bringt. Sehr lesenswert. (Michael Muücke - borromedien.de)

Josef Dirnbeck, Die Tränen haben nicht das letzte Wort, Tyrolia-Verlag

Trostreiche Impulse für den Weg durch die Trauer nach dem Verlust eines geliebten Menschen. So unterschiedlich jeder Todesfall ist und so individuell die Menschen, die er im wahrsten Sinne des Wortes be-trifft, so verschiedene Arten der Trauer gibt es - kein richtiges und kein falsches Trauern, auch wenn die Phasen der Verarbeitung eines Verlustes doch ähnlich sind, auch wenn dieser Schicksalsschlag jeden lähmt und das eigene Weiterleben prägt. Die deswegen bestehende Gefahr der Depression wird in dem in einfühlsamer und leicht lesbarer Sprache geschriebenen Büchlein ebenso thematisiert wie die heilsame Wirkung der Zeit und der auf die Zukunft gerichtete Ansatz, aus Liebe zum Verstorbenen wieder Ja zum Leben zu sagen. Dass dabei manche Menschen im Glauben Kraft finden, manche aber auch ihren Glauben verlieren, wird wertfrei dargestellt, wenngleich der Autor aus Begegnungen mit gläubigen Menschen und mit der Bibel viele trostreiche Impulse setzt. Dass immer wieder auch persönliches Erleben und dadurch Empathie durchscheint, macht dieses schmale Büchlein besonders für Menschen in einer solchen Situation überaus empfehlenswert! Susanne Elsner - borromedien.de)

Iris Röll, 50 Dinge für die Ihr Kind Ihnen einmal dankbar sein wird, Kösel-Verlag
 
Was Eltern mit ihren Kindern unbedingt erleben sollten. Dieses Buch ist kein Erziehungsratgeber - und will es auch nicht sein. Es wurde auch nicht von einer professionellen Beraterin verfasst. Vielmehr hat die Journalistin Iris Röll offensichtlich mit viel Freude eine Sammlung zusammengetragen, die eine große Bandbreite dessen beschreibt, was Heranwachsende mit ihren Eltern erlebt haben sollten. Auch das Lesen macht Freude und die Umsetzung wird für die Eltern-Kind-Beziehung sicher förderlich sein. Es kommt ein Geschwisterforscher über Streitkultur unter Brüdern und Schwestern zu Wort und eine Professorin für Pädagogische Psychologie gibt Tipps zum richtigen Loben. Ein Sportwissenschaftler macht Mut zum entspannten Umgang mit dem Thema Sport und ein Psychotherapeut zeigt, wie Eltern ihr Kind beim richtigen Umgang mit Alkohol begleiten können. In manch kurzen Tipps steckt viel Lebensweisheit: "Wann ist der richtige Zeitpunkt, einem Kind einfach mal über den Kopf zu streichen?"; "Rituale weitergeben"; "Bibelwissen" und auch Lebenserfahrung: "Souvenirs retten"; "Über Lehrer nicht schlecht reden"; "Mit Kindern trauern" oder "Vom Loslassen". Und für die drei Dinge, die die Autorin im Nachtrag den Erwachsenen noch mit auf den Weg gibt, werden viele Kinder besonders dankbar sein: Eltern, die Nachsicht üben; Eltern, die sich Zeit für sich selbst und als Paar nehmen, und schließlich Eltern, die auch mal wegschauen, damit die dauerbeaufsichtigten Kinder auch mal ohne pädagogisches Eingreifen sein können. (Heike Helmchen-Menke - borromedien.de)